Indikationen.
Abklärung aller peripheren Lungenrundherde sowie zentral und intermediär gelegener Herde bei Tumorverdacht trotz negativer Bronchoskopie mit Zell- oder Gewebsentnahme.
Gewinnung und Präparation.
Perkutane CT-, Ultraschall- oder Bildwandler-kontrol-lierte Feinnadelaspirationsbiopsie mit Spinalnadeln. Ausstriche sofort alkoholisch fixieren. In ca. 10 % auftretende Pneumothoraces werden meist spontan resorbiert. In ca. 12 % der Punktionen ist mit unzureichendem Untersuchungsmaterial zu rechnen.
Differentialdiagnose.
Zytologisch sind folgende Entitäten zu differenzieren:
Gutartig: Abszesse, Infarkte, Tuberkulome, Narben, Hamartome, Karzinoide.
Bösartig: Adeno-, Plattenepithel-, kleinzellige und undifferenzierte Karzinome.
Treffsicherheiten.
Es werden Sensitivitäten bis 98 % und Spezifitäten bis 99,7 % erreicht. Die Genauigkeit der histogenetischen Tumorklassifikation beträgt etwa 89 %. Eine therapierelevante Unterscheidung kleinzelliger und nicht kleinzelliger Karzinome ist mit 95 %iger Sicherheit möglich. Mischdifferenzierte Bronchialkarzinome sind häufig.
Klinische Relevanz.
Ambulant durchführbare, schnelle, preiswerte, wenig invasive Methode mit sehr hoher Treffsicherheit und hinreichender therapierelevanter Klassifikationsgenauigkeit zur Abklärung pulmonaler Raumforderungen bei negativer bronchoskopischer Untersuchung. Signifikante Reduktion unnötiger operativer oder stanzbioptischer Abklärungen mit entsprechender Kosteneinsparung.