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Verantwortlich für den Inhalt: Prof. Dr. med. J. Staubesand


ARTROFLOW ist eine passive Sprunggelenkspumpe nach Professor Dr. med. Staubesand zur Förderung des Blutflusses aus den Beinen und zugleich des arteriellen Zustroms in die Peripherie der unteren Extremitäten. Sie verhindert somit Stase und dient damit der Thrombose/-Embolieprophylaxe auf physikalischem Wege. Zugleich fördert sie die Ausbildung von Kollateralgefäßen bei peripherer arterieller Verschlußkrankheit im Bereich der Arteria femoralis superficialis und Ihrer Äste im Unterschenkel und im Fuß.

Zahlreiche neuere Studien belegen, daß trotz systematischer medikamentöser Prophylaxe Phlebothrombosen, insbesondere nach orthopädischen, traumatologischen, neurochirurgischen und gynäkologischen Operationen sowie nach Organtransplantationen nicht immer verhindert werden können. 

Diagnostik und Therapie einer manifesten Phlebothrombose sind mit einem erheblichen klinischen und kostenintensiven Aufwand verbunden, ganz abgesehen von der zusätzlichen Krankheitsbelastung des Patienten! Neben dem wissenschaftlich erwiesenen Nutzen aktiver und passiver Bewegungen im oberen Sprunggelenk spielt auch die Kostenreduktion im Hinblick auf eine effiziente Thromboseprophylaxe eine immer größere Rolle.

ARTROFLOW verbessert also medizinsche und wirtschaftliche Aspekte der Thromboseprophylaxe.

Das Gerät ARTROFLOW wirkt im Prinzip wie eine motorisierte Bewegungsschiene zur passiven Bewegung im OSG (20°-0°-40° Dorsalextension - Plantarflexion). Abwechselnde Lüftung und Kompression der Venenplexus in der Umgebung der Knöchel führt zu einer Beschleunigung des venösen Rückstroms, wirkt einer Stase entgegen und vermindert so das Risiko einer Thrombose signifikant. Eine neu entwickelte patentierte Automatik paßt den Bewegungsumfang der Pedale des Gerätes den jeweiligen Bewegungsmöglichkeiten des Patienten im OSG präzise an. Die Automatik regelt den Beugungs-/Streckungsumfang im OSG für beide Füße jeweils getrennt. Dadurch werden Schmerzen durch die passiven Bewegungen der Füße gegen den Unterschenkel während des Einsatzes des Gerätes grundsätzlich vermieden.

ARTROFLOW kann im Sitzen und im Liegen eingesetzt werden.

HAUPTINDIKATIONEN

  • Thrombose-Embolie-Prophylaxe
  • Postthrombotisches Syndrom
  • Chronisch venöse Insuffizienz
  • Ulcus cruris varicosum
  • Arthrogenes Stauungssyndrom (Mobilisation des oberen Sprunggelenkes)
  • Dermatolipofasciosklerose 


DIE THERAPIE DIENT 

vor allem der Förderung des venösen Rückstroms in den oberflächlichen und tiefen Beinvenen sowie des arteriellen Zustroms über die Arteria femoralis superficialis und Ihrer Äste. 

ANWENDUNGSEMPFEHLUNG 
2-3 x täglich 10-20 Minuten (abhängig von der Schwere des Falles).

DAS WIRKUNGSPRINZIP 
Passive Bewegungen im oberen Sprunggelenk und die dadurch bewirkte Steigerung der Geschwindigkeit des venösen Rückstroms machen die Situation des immobilisierten Patienten der des mobilen Menschen bei aktiver Bewegung vergleichbar.

Prof. Dr. med. J. Staubesand sowie zahlreiche andere Autoren (Literatur) konnten in ihren Publikationen über die Effizienz der passiven Bewegung im oberen Sprunggelenk hinsichtlich der signifikant positiven Wirkung auf den venösen Rückstrom und auch des arteriellen Zustroms  berichten. Da nach der Virchowschen Trias Stase eine der wesentlichen Ursachen für die Entstehung einer Thrombose ist, kommt dem Faktor ”Förderung des venösen Rückstroms”  eine zentrale Bedeutung bei der Verhütung dieser gefürchteten Komplikation zu.
ARTROFLOW bewirkt einen funktionell koordinierten Bewegungsablauf im oberen Sprunggelenk. Immer wenn die medikamentöse Prophylaxe mit einem hohen Risiko verbunden oder gar kontraindiziert ist, bildet die - nebenwirkungsfreie - physikalische Prophylaxe die einzige therapeutische Alternative.

Durch die einfache Handhabung des Gerätes ist der stationäre und ambulante Einsatz ohne besonderen Aufwand möglich. Falls erforderlich, ist durch Abnehmen eines der Fußteile am Gerät, die Bewegung auch an einem Fuss möglich.