Wissenschaftler aus Boston haben in Schlaflaborexperimenten
herausgefunden, daßbereits eine schwache Innenraumbeleuchtung von
nur 180 lux die Biologische Uhr des Menschen aus dem Tackt bringt. Die
Experimente wurden an acht Personen durchgeführt, die während
der Schlafphasen fünf Stunden beleuchtet wurden. Dies reichte aus,
um die Körperzyklen deutlich zu verschieben. Diesen Erkenntnissen
wird große Bedeutung für die Erforschung von Schlafstörungen
beigemessen.
An der Technischen Universität in München wurde
ein EDV-gestütztes Nachschlagewerk für Noxen (krankheitserregende
Ursache, z. B. Allergene) entwickelt. Es soll Medizinern die Diagnose und
Behandlung von Allergien und Hauterkrankungen erleichtern. Zur Zeit müssen
sich die Ärzte noch direkt mit der Dermatologischen und Polyklinik
an der TU München in Verbindung setzen, ein Online-Zugriff ist aber
bereits in Planung.
Der Zoologe Wolfgang Wüster von der britischen Universität
von Wales in Bangor hat das Gift von 67 Malayen-Mokassingschlangen analysiert,
die aus insgesamt 37 verschiedenen Gebieten stammten. Diese Südostasiatischen
Grubenotter ist für ihre Giftbisse bekannt; nicht jeder Bißist
aber gleich gefährlich. Zum einen hängt dies von der vorhandenen
Giftmenge ab, zum anderen aber vom Herkunftsgebiet der Schlange. Wüster
analysierte nicht nur die Gifte, sondern auch den Kot der untersuchten
Schlangen, um so Rückschlüsse auf die bevorzugte Nahrung zu gewinnen.
Dabei fand er heraus, daßjede Schlange dieser Art je nach bevorzugter
Beute eine dem entsprechend abgestimmte eigene Giftmischung herstellt.
Bislang wurden Quarks als die kleinsten, nicht mehr teilbaren,
Teilchen der Materie angesehen. Amerikanische Forscher vermuten nun aber,
daßauch Quarks eine innere Struktur besitzen und somit nicht die
kleinsten Bausteine der Materie sind. Ein Name für die mutmaßlich
neuen Teilchen wurde auch schon kreiert: Parton. Genährt wird diese
Vermutung durch Kollosionsversuche im stärksten Teilchenbeschleuniger
der Welt, dem Tevatron. Dort wurden Protonen mit einer Energie von 1,8
Billionen Elektronenvolt beschleunigt und auf Kollisionskurs gebracht.
Nach dem Zusammenprall flogen die Bruchstücke aber nicht auf den vorher
berechneten Bahnen davon; der Grund für diese Abweichung ist noch
nicht bekannt.
dpa/ An der RWTH Aachen wurde am 8. Februar diesen
Jahres das Interdisziplinäre Zentrum für klinische Forschung
"Biomaterialien und Material-Gewebsinteraktion bei Implantaten"
eröffnet. Das Zentrum, kurz Biomat genannt, sei eines der ersten von
acht Zentren, die seit dem ersten Dezember bundesweit gefördert werden,
teilte die Hochschule mit. Naturwissenschafler, Grundlagenforscher und
Kliniker sollen im Rahmen ihrer Forschungsarbeiten neue Werkstoffe für
Implantate erforschen.