Net-Junkies

Eine neue Form der Abhängigkeit


Sie hocken mit steifem Nacken auf dem Stuhl und starren mit stierem Blick auf den Bildschirm. Flink sausen die Finger über die Tastatur, so daß jede Vorzimmersekretärin vor Anerkennung erblaßt. Die Rede ist von sogenannten "Net-Junkies", Netzabhängige, die den größten Teil ihrer Freizeit vor dem Computer verbringen und im Internet "surfen". Wer gelegentlich unserem Rechenzentrum einen Besuch abstattet, der kennt sie, die Gesichter sind immer dieselben; meistens betrifft es unsere männlichen Kommilitonen, aber immer häufiger erkennt man dieses Phänomen auch bei weiblichen Studenten. Entdeckt hat diese Krankheit der New Yorker Psychiater Ivan Goldberg, selbst früher Net-Junkie, mit Hilfe einer Selbstanalyse. Die Internet-Sucht hat Ähnlichkeit mit der Spielsucht: Stierer Blick, nicht nur auf den Monitor, das Abschalten des familiären Umfeldes, Schlaf- und Eßstörungen und bald danach auch soziale, emotionale und gegebenenfalls auch finanzielle Probleme, denn stundenlange Internetschaltungen via Modem und Telefonleitung haben ihren Preis. Hinzu kommen Desinteresse an Ausbildung, Studium oder Beruf. Später folgen Depressionen, aus denen die Betroffenen nur noch mit psychatrischer Hilfe herausfinden.

Nichtsdestotrotz hat auch BiOkular seit einiger Zeit eine eigene Homepage, die über einen Internet-Browser anzuschauen ist. Hier findet man schon vor dem offiziellen Erscheinungstermin die meisten Artikel der neuesten Ausgabe und natürlich auch die alten. Desweiteren erhält man Informationen des Fachschaftsrates und des vdbiol, außerdem werden aktuelle Termine und Informationen eingespeist. Es existieren Verweise zu anderen interessanten Web-Seiten und ein Suchprogramm, bei dem man nach Eingabe von Stichwörtern entsprechende Internet-Adressen erhält.

Wer sich in der Lage fühlt, verantwortungsvoll mit dem neuen Medium Internet umzugehen, der kann ja mal dann und wann einen Blick auf unsere Homepage riskieren. Wir sind stets bemüht, aktuelle Informationen bereitzustellen und sind auch für Anregungen und Kritik, die selbstverständlich direkt in unsere Homepage eingegeben werden können, dankbar. Aber vorsicht, bitte! Nach dem Besuch der BiOkular-Homepage den Ausknopf benutzen und nicht ziellos durchs Internet zappen. Sonst ergeht es Euch so wie jener Frau in den USA, die in flagranti von ihrem Ehemann dabei erwischt wurde, wie sie Liebesbriefe und -gedichte per E-Mail an einen unbekannten Internet-Surfer schickte. Der Mann reichte die Scheidung ein, weil sich seine Frau nicht von ihrer Sucht losreißen konnte. /dw

 

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