Hier einige Tips, wie man seine Chancen erhöht, selbst in Düsseldorf
eine Wohnung zu finden: Am schwarzen Brett im AStA-Gebäude hängen
ab morgens um 9.00 Uhr private Wohnungsanzeigen aus. Im selben Gebäude
befindet sich auch die Wohnheimverwaltung des Studentenwerks (Öffnungszeiten
dienstags und donnerstags 9.00 - 12.00 Uhr ), wo man sich für einen
Wohnheimplatz bewerben kann. Allerdings müssen hier Wartezeiten von
einem halben Jahr aufwärts in Kauf genommen werden. Natürlich
gibt es noch die Möglichkeit, auf dem privaten Wohnungsmarkt (mittwochs
Tageszeitung) eine Bleibe zu finden. Dies erfordert allerdings Geduld und
festes Zahnfleisch. Viele günstige Wohnungen erfordern einen Wohnberechtigungsschein
(WBS), der im Wohnungsamt Brinckmannstraße beantragt werden kann
und Studenten in der Regel auch zugeteilt wird.
Das Wichtigste sofort: Ob und welche Bücher Ihr braucht oder gar kauft, solltet Ihr nur nach langer und gründlicher Prüfung selbst entscheiden. Jeder Dozent wird Euch zu Beginn des Semesters einige (meist teure) Bücher als Literatur empfehlen. Leiht Euch diese erst in der UB aus, überprüft gründlich, ob ihr aus ihnen Gewinn ziehen könnt und zieht einen Kauf erst dann in Betracht, wenn Ihr schon länger mit ihnen gearbeitet habt. Schmeißt kein Geld zum Fenster raus.
Der erste Gang sollte auf jeden Fall zum BAföG-Amt (Gebäude 23.11.01, über der Phil-Fak-Cafete) führen, auch wenn Du noch nicht alle Unterlagen zusammen hast oder meinst, sowieso kein BAföG zu bekommen.
Für die Menge des zugeteilten Geldes ist nämlich der Monat der Antragstellung, nicht der -bewilligung maßgeblich. Rein theoretisch kannst Du Vater Staat knapp 1000 Rubel pro Monat aus der Nase ziehen, solange das Einkommen Deiner Eltern bestimmte Freibeträge nicht überschreitet. Elternunabhängig kannst Du Dich fördern lassen, wenn Du sechs Jahre der Berufsausbildung- bzw. -erfahrung nachweisen kannst.
Seit Neuestem stellt sich das BAföG-Amt quer, wenn Du nach einem Jahr Deinen BAföG-Antrag erneuern möchtest. Eine Unterschrift von Prof. Lösch solltest Du schon in der Tasche haben, mit der Du belegst, daß Du Deinen Studentenpflichten (Scheine machen etc.) in ausreichender Weise nachgekommen bist.
Wenn Staat und Eltern nicht ausreichen, Deine finanziellen Ausschweifungen zu finanzieren, dann wirst Du in den sauren Apfel beißen und arbeiten müssen.
Folgende Möglichkeiten bieten sich Dir:
Das Arbeitsamt auf dem Campus (Gebäude 23.02.U1.47/49) vermittelt
seriöse Nebentätigkeiten für Studenten. Damit ist nicht
nur Lastwagenabladen gemeint, sondern auch anspruchsvollere Tätigkeiten,
besonders für Leute mit Berufsausbildung, werden angeboten.
Immer wieder beliebt ist die bezahlte Teilnahme an Experimenten. Sicherlich harmlos, wenn auch schlecht bezahlt, sind psychologische Experimente (Aushänge an den schwarzen Brettern). Weniger harmlos, wenn auch sehr gut bezahlt, sind Experimente der pharmazeutischen Industrie. In der Universitätsklinik (Institut für Blutgerinnungswesen, Prof. Scharf) wird für 54 Ohren Blut abgezapft (Besser als das Brötchen vom Roten Kreuz, gelle?).
An den schwarzen Brettern werden auch zeitaufwendige Tätigkeiten.,
wie z.B. Fahrer für UPS, angeboten. Jedoch sollte man sich darüber
im Klaren sein, daß das konsequente Biologiestudium für aufwendigere
Tätigkeiten keine Zeit läßt.
Die Bewertung der ominösen "Stundenweisen Nebentätigkeit
am Hauptbahnhof ohne Lohnsteuerkarte" bleibt der geneigten Leserin
selbst überlassen.
Die HHU Düsseldorf hat das größte Hochschulsportprogramm
Deutschlands.
Unser Sportreferat bietet so ziemlich jede Sportart an, die ihr gerne betreibt
oder schon immer betreiben wolltet. Und bis auf Exotensportarten wie Drachenfliegen
ist der Spaß auch noch kostenlos (bzw. im Sozialbeitrag enthalten).
Das dicke Programmheft mit Angebot und Trainingszeiten erhaltet Ihr im Sportreferat (für die, die in der ESAG nicht aufgepaßt haben: Ihr findet es in Geb. 23.31).
Alle Jahre wieder versuchen uns unsere Sportskanonen davon zu überzeugen, daß wir uns wenigstens von Zeit zu Zeit aus unserer lethargisch - gebeugten Schlurfhaltung reißen und ein wenig die Haxen schwingen.
Also veranstalten sie in jedem Sommersemester erneut den Sport dies, und wir gehen alle brav hin. Denn: der Weg ist das Ziel (hat schon der alte Lao Tse gesagt), und auch, wenn die Biomannschaften rein punkte- und tormäßig regelmäßig mehr oder weniger eins vor die Mappe bekommen, fein Spässerken hammwa eigentlich immer mehr oder weniger in den Backen. Darum sei der Sport dies jedem von Euch wärmstens ans Herz gelegt. Der Termin des nächsten Sport dies wird noch rechtzeitig bekanntgegeben.
Als geistiges Gegenstück zum Sport dies gibt es im Wintersemester den Dies academicus, der jeweils von den verschiedenen Fakultäten ausgerichtet wird. Zu einem Oberthema werden verschiedene Veranstaltungen, z.B. Vorträge, Podiumsdiskussionen und Ausstellungen, von den einzelnen Instituten organisiert. An diesem Tag ist vorlesungsfrei; man sollte aber nicht Zuhause statt im Hörsaal schlafen, sondern die Gelegenheit zur interdisziplinären Kommunikation nutzen.