| Modell |
Trennprinzip |
Massenbereich |
Ionisierungsmethoden |
| HP GC 5890A + MSD 5970B |
Quadrupol |
bis ca. m/z 600 |
EI |
| Varian MAT 311A |
Sektorfeld |
bis m/z 1000 |
EI, FI, FD |
| Finnigan MAT 8200 |
Sektorfeld |
bis m/z 2000 (bis m/z 4000 bei Verringerung der Beschleunigungsspannung) |
EI, FAB, CI, DCI |


CI
Bei der Chemischen Ionisisation (CI, chemical ionisation) wird
die Substanz durch eine Ion-Molekül-Reaktion mit einem Reaktandgasplasma
ionisiert, z. B. durch Protonenübertragung. Da bei diesem Vorgang nur
relativ wenig Energie übertragen wird, tritt kaum Fragmentierung auf;
die Spektren werden durch intensive “Quasimolekülionen” dominiert.
Allerdings ist auch hier die Verdampfbarkeit der Probe
Voraussetzung.
Bei einer Variante der CI, der DCI (Desorption durch Chemische Ionisation
bzw. Direkte Chemische Ionisation) fällt diese Einschränkung weg.
Hierbei wird die Substanz gelöst und auf eine Drahtschlaufe getropft.
Nach Verdampfen des Lösemittels wird die Drahtschlaufe in das Plasma eingebracht
und die Probe durch leichtes Erwärmen des Drahtes direkt in die Gasphase
transferiert.
FAB
Die Fast Atom Bombardment Ionisation (FAB) zählt zu den “weichen” Ionisierungsmethoden aus kondensierter
Phase. Bei dieser Messtechnik wird eine geringe Substanzmenge in einer “Matrix”
(z. B. Glycerol, 3-Nitrobenzylalkohol, Triethanolamin etc.) gelöst und
auf einen Probenträger aus Edelstahl in die Ionenquelle des Massenspektrometers
gebracht. Die Ionisierung erfolgt dann durch Beschuß mit schnellen
Edelgasatomen (Ar, Xe). Dabei wird die Bildung von Quasimolekülionen
wie [M+H] +, [M+Na]+ oder [M-H]- beobachtet.
Im Falle von ionischen Verbindungen werden die präformierten Kationen
und Anionen freigesetzt.
FI und FD
Bei der Feldionisation (FI) erfolgt die Ionisierung der gasförmigen
Probe durch ein starkes elektrisches Feld (6-8 kV), welches an einem Emitter
erzeugt wird. Hierbei handelt es sich um einen mit feinsten Kohlenstoffkristallen
bezogenen Wolframdraht. Es handelt sich um eine schonende Ionisierungsmethode,
die zu Radikalkationen führt.
Bei der Felddesorption (FD) muß die Probe nicht verdampft werden.
Hier wird sie gelöst und auf den Emitter aufgebracht. Durch Anlegen
eines starken elektrischen Feldes und Beheizen des Drahtes wird die Substanz
ins Vakuum desorbiert und ionisiert (Tunneleffekt).
Bei einer Massenfeinbestimmung wird die exakte Masse eines Ions bestimmt.
Aus dieser lässt sich dann die Elementarzusammensetzung rechnerisch
ermitteln.
Massenfeinbestimmungen sind zur Zeit nur im EI-Modus möglich (bis
Massen von ca. 600 u). Aufgrund des hohen zeitlichen Aufwandes sind sie nicht
routinemäßig, sondern nur nach Terminabsprache
möglich.
Beispiel:
Für eine Verbindung wurde die Elementarzusammensetzung C28
H17NO3 angenommen. Die exakte Masse beträgt in
diesem Falle 415,12085 u. Die Masse des Molekülions wurde zu 415,12111
u bestimmt.
Die folgende Tabelle zeigt das Ergebnis des mass matching.
--------------------------------------------------------------
Mass Calculated
ppm mmu R/DB Formula
--------------------------------------------------------------
415.12111 415.12134 0.5
0.2 14.0 H13.C13.N13.O4
415.12134 0.5 0.2 8.5
H19.C14.N6.O9
415.12085 -0.6 -0.3 21.0 H17.C28.N.O3
415.12003 -2.6 -1.1 3.5 H23.C13.N2.O13
415.12000 -2.7 -1.1 9.0 H17.C12.N9.O8
415.12000 -2.7 -1.1 14.5 H11.C11.N16.O3
415.12268 3.8 1.6 19.0 H9.C14.N17
415.12268 3.8 1.6 13.5 H15.C15.N10.O5
415.12268 3.8 1.6 8.0
H21.C16.N3.O10
415.11951 -3.9 -1.6 21.5 H15.C26.N4.O2
415.12320 5.0 2.1 1.0
H17.C.N15.O11
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