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Abteilung Massenspektrometrie der Anorganischen und Organischen Chemie


Gebäude 26.43, Ebene U1, Raum 32


Aktuelle Hinweise

Ausstattung

Mitarbeiter

Probenvorbereitung und Auftragsformular

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Programm zur Berechnung von Isotopenmustern


Ausstattung

Modell
Trennprinzip
Massenbereich
Ionisierungsmethoden
HP GC 5890A + MSD 5970B
Quadrupol
bis ca. m/z 600
EI
Varian MAT 311A
Sektorfeld
bis m/z 1000
EI, FI, FD
Finnigan MAT 8200
Sektorfeld
bis m/z 2000 (bis m/z 4000 bei Verringerung der Beschleunigungsspannung)
EI, FAB, CI, DCI



1. GC/MS-System der Fa. Hewlett-Packard, bestehend aus GC 5890A und MSD (Mass Selective Detector) 5970B

2. Doppelfokussierendes Sektorfeld-Massenspektrometer Finnigan MAT 8200

3. Doppelfokussierendes Sektorfeld-Massenspektrometer Varian MAT 311A


Finnigan MAT 8200

Foto MAT 8200



Finnigan MAT 8200 (schematische Darstellung)

Skizze MAT 8200

Analysatorkopf MAT 8200


Ionenquelle

Varian MAT 311A

Foto MAT 311A


Beschreibung der Ionisierungsmethoden

EI
Die Elektronenstoßionisation (EI, früher: electron impact, heute: electron ionisation),  ist die klassische Ionisierungsmethode der Massenspektrometrie. Ihre Anwendung ist jedoch auf thermisch stabile Substanzen beschränkt, die unzersetzt verdampfbar sind. Ein EI-Massenspektrum enthält meistens viele Signale für Fragmentionen und ist deshalb für die strukturelle Charakterisierung und Identifizierung von Substanzen nützlich ("Fingerabdruck").  Bei einigen Verbindungsklassen fehlt der Peak für das intakte Molekülion.

CI
Bei der Chemischen Ionisisation (CI, chemical ionisation) wird die Substanz durch eine Ion-Molekül-Reaktion mit einem Reaktandgasplasma ionisiert, z. B. durch Protonenübertragung. Da bei diesem Vorgang nur relativ wenig Energie übertragen wird, tritt kaum Fragmentierung auf; die Spektren werden durch intensive “Quasimolekülionen” dominiert. Allerdings ist auch hier die Verdampfbarkeit der Probe Voraussetzung.
Bei einer Variante der CI, der DCI (Desorption durch Chemische Ionisation bzw. Direkte Chemische Ionisation) fällt diese Einschränkung weg. Hierbei wird die Substanz  gelöst und auf eine Drahtschlaufe getropft. Nach Verdampfen des Lösemittels wird die Drahtschlaufe in das Plasma eingebracht und die Probe durch leichtes Erwärmen des Drahtes direkt in die Gasphase transferiert.

FAB
Die Fast Atom Bombardment Ionisation  (FAB) zählt zu den “weichen” Ionisierungsmethoden aus kondensierter Phase. Bei dieser Messtechnik wird eine geringe Substanzmenge in einer “Matrix” (z. B. Glycerol, 3-Nitrobenzylalkohol, Triethanolamin etc.) gelöst und auf einen Probenträger aus Edelstahl in die Ionenquelle des Massenspektrometers gebracht. Die Ionisierung erfolgt dann durch Beschuß mit schnellen Edelgasatomen (Ar, Xe).  Dabei wird die Bildung von Quasimolekülionen wie [M+H] +, [M+Na]+ oder [M-H] beobachtet. Im Falle von ionischen Verbindungen werden die präformierten Kationen und Anionen freigesetzt.

FI und FD
Bei der Feldionisation (FI) erfolgt die Ionisierung der gasförmigen Probe durch ein starkes elektrisches Feld (6-8 kV), welches an einem Emitter erzeugt wird. Hierbei handelt es sich um einen mit feinsten Kohlenstoffkristallen bezogenen Wolframdraht. Es handelt sich um eine schonende Ionisierungsmethode, die zu Radikalkationen führt.
Bei der Felddesorption (FD) muß die Probe nicht verdampft werden. Hier wird sie gelöst und auf den Emitter aufgebracht. Durch Anlegen eines starken elektrischen Feldes und Beheizen des Drahtes wird die Substanz ins Vakuum desorbiert und ionisiert (Tunneleffekt).
 

Spezielle Methoden

Massenfeinbestimmungen

Bei einer Massenfeinbestimmung wird die exakte Masse eines Ions bestimmt. Aus dieser lässt sich dann die Elementarzusammensetzung rechnerisch ermitteln.
Massenfeinbestimmungen sind zur Zeit nur im EI-Modus möglich (bis Massen von ca. 600 u). Aufgrund des hohen zeitlichen Aufwandes sind sie nicht routinemäßig, sondern nur nach Terminabsprache möglich.

Beispiel:
Für eine Verbindung wurde die Elementarzusammensetzung C28 H17NO3 angenommen. Die exakte Masse beträgt in diesem Falle 415,12085 u. Die Masse des Molekülions wurde zu 415,12111 u bestimmt.
Die folgende Tabelle zeigt das Ergebnis des mass matching.

--------------------------------------------------------------
       Mass  Calculated    ppm    mmu  R/DB  Formula
--------------------------------------------------------------
  415.12111   415.12134    0.5    0.2  14.0  H13.C13.N13.O4
              415.12134    0.5    0.2   8.5  H19.C14.N6.O9
              415.12085   -0.6   -0.3  21.0  H17.C28.N.O3
              415.12003   -2.6   -1.1   3.5  H23.C13.N2.O13
              415.12000   -2.7   -1.1   9.0  H17.C12.N9.O8
              415.12000   -2.7   -1.1  14.5  H11.C11.N16.O3
              415.12268    3.8    1.6  19.0  H9.C14.N17
              415.12268    3.8    1.6  13.5  H15.C15.N10.O5
              415.12268    3.8    1.6   8.0  H21.C16.N3.O10
              415.11951   -3.9   -1.6  21.5  H15.C26.N4.O2
              415.12320    5.0    2.1   1.0  H17.C.N15.O11
 

Die Differenz zwischen gemessener und berechneter Masse beträgt 0,6 ppm. Da im allgemeinen Differenzen bis zu 2,5 ppm als zulässig gelten, kann die angenommene Elementarzusammensetzung als bestätigt gelten.



Mitarbeiter

Leiter: Dr. Helmut Keck

Anorganische Chemie und Strukturchemie I
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Universitätsstr. 1
D-40225 Düsseldorf

Tel.: 0211-81-12199
Fax: 0211-81-12287
E-mail: keck@uni-duesseldorf.de

Dr. Peter Tommes

Tel.: 0211-81-13952 bzw. 0211-81-12293
Fax: 0211-81-12287
E-mail: tommes@uni-duesseldorf.de

Ralf Bürgel, CTA

Tel.: 0211-81-13952
Fax: 0211-81-12287
E-mail: buergel@uni-duesseldorf.de

 

Links - Massenspektrometrie und Analytik im WWW

MS-Links Linkliste von Scientific Instrument Services (SIS)

Base Peak (Wiley) Informationen vom Wiley-Verlag
   
NIST-Logo NIST WebBook Massenspektren von 12000 Substanzen

Chemputer Berechnung von Isotopenverteilungen etc.

Analytik.de

Analytik News Logo

I-Mass Logo

Webelements  WebElements (Periodensystem der Elemente)

Uni Liverpool Links for Chemists


Probenvorbereitung und Auftragsformular

Die Probe sollte in einem beschrifteten Präparategläschen (nicht im Reaktionskolben) abgegeben werden und kein Lösemittel mehr enthalten. Dies gilt auch für Proben für die GC/MS. Falls diese in gelöster Form abgegeben werden, muss die Konzentration der Lösung und das Lösemittel angegeben werden.
Zusammen mit der Probe wird ein möglichst vollständig ausgefülltes Auftragsformular ( Word 97-Format, RTF-Format) abgegeben. Wichtig ist vor allem die Angabe der Elementarzusammensetzung.

Aktuelle Hinweise






Version  vom
28.01.2003

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